Über den Kübele-Hannes

Wie aus Sage + Überlieferung eine  Narrenfigur wird!

Die Geschichte vom Kübele-Hannes kennt in Lautlingen jedes Kind. Daraus wurde 1998/99 eine Narrenfigur gestaltet die heute freundlich daherkommt, kein Schrecknarr sein will und die Geschichte und Tradition unseres Dorfes verkörpert!

Der Kübele-Hannes

Ein Narr in der schwäbisch-alemannischen Fasnet der sich zum Ziel gesetzt hat Freude zu verbreiten, die Fasnet zu feiern und die alten Traditionen zu wahren!

Das Häs

Das Häs besteht aus einer dunklen Hose und einem einfachen Leinenhemd. Auf dem Rücken des Leinenhemdes ist das Zunftwappen aufgestickt. Um den Bauch trägt der Kübele-Hannes ein Bauchgschell. Zum Häs gehören dunkle Schuhe, dunkle Handschuhe und ein rotes Halstuch.

Die Maske

Die handgeschnitzte Holzmaske zeigt einen Mann mit markanten Gesichtszügen und dunkelbraunem Haar. Auf dem Kopf trägt der Kübele-Hannes einen großen Zimmermannshut, an dem seitlich ein „Schöpfer“ befestigt ist.

Als Vorbild im optischen Sinne diente das Foto eines alten Lautlinger Mitbürgers so dass auch hier die Verwurzelung der Zunft in der Ortsgeschichte transportiert wird.


Das Narrenattribut

Als Narrenattribut trägt der Kübele-Hannes einen traditionell hergestellten Holzkübel bei sich. Er ist zugleich ein Syonym für seinen „Übernamen“ und wird außerdem als Auswurfkorb für kleine Süßigkeiten u.ä. an der Fasnet verwendet.

Das Zunftwappen

Unser Zunftwappen ist unser Logo nach aussen. Es ist entstanden aus dem Wappen der Herren von Tierberg, dessen Kernstück, wenn auch seitenverkehrt, das heutige Lautlinger Wappen bildet. Dieses mittelalterliche Wappen wurde vermehrt um den „Kübel“, das Synonym für unsere Zunft.

Polizei-Ordnung 1587

In dieser sehr historischen Quelle der Herren von Westerstetten wird die Fasnet erstmals genannt. Egal ob es sich um die traditionellen „Fasnatshennen und Fasnetsküchle“ geht, die die Mitbürger der Herrschaft abzuliefern hatten oder um die „Vermummung“ und übermässiges Fasnetstreiben geht, alles wurde genau geregelt und mit Strafen versehen.

Quelle: Staatsarchiv Sigmaringen Dep. 38 T 4 Nr. 3191 

Unser Heimatdorf ist Lautlingen – ein Dorf mit reichhaltiger Geschichte. Im Jahr 793 erstmals urkundlich erwähnt aber schon viel länger besiedelt. Erst 2022 wurde bei Grabungsarbeiten ein etwa 1.400 Jahre altes Alemanninnengrab gefunden. Hier sind wir zuhause und hier fühlen sich unser Mitglieder wohl!